Die Cleft-Schule in Hyderabad hilft, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

 
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Inzwischen lernen in Hyderabad 81 Kinder

Im Jahr 2009 eröffneten wir in Hyderabad das erste Schulprojekt für Cleft-Kinder weltweit. 25 der von unserem Kooperationspartner Cleft-Children International CCI operierten Cleft-Kindern sollte dadurch die Chance auf einen Schulabschluss geboten werden. Zu diesem Zweck wurde ein Wohnheim errichtet, in welchem die Kinder mit ihren Betreuern, Erziehern und Köchinnen das ganze Jahr über leben. Ihre Eltern sehen sie lediglich in den Ferien. Sie besuchen eine halb-private öffentliche Schule, um die Integration zu gewährleisten. Sie erhalten über die schulischen Aktivitäten hinaus täglich Yogaunterricht, 1x wöchentlich Sprachtherapie und 3x wöchentlich zusätzlichen Unterricht in «English Speaking».

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Inzwischen lernen hier 81 Kinder. Sie leben in einem nahe der Schule gelegenen Wohnheim, das zwischenzeitlich zu einem grosszügigen, modernen Komplex umgebaut wurde. Zwölf von ihnen besuchen bereits das College und zehn die voruniversitäre Stufe und drei sogar die Universität; eine davon (Padmavathi Devella) in New York. Für die Kinder, die durchweg aus armen Familien kommen und deren Eltern fast immer Analphabeten sind, eine unglaubliche Perspektive. Es ist ihre Chance auf ein gutes, selbstbestimmtes Leben. Es ist unser Beitrag dazu, den Kreislauf der Armut in Indien zu durchbrechen. Und es ist der Beginn einer Entwicklung, zu der jeder beiträgt, der das Projekt unterstützt.

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Ein Tag in Hyderabad

 

Die Kinder stehen um 04:45 Uhr auf, da um 05:00 Uhr der einstündige Yoga-Unterricht beginnt und zwar jeweils von Montag bis Samstag. Dann werden sie in die Waschräume geschickt, wo die Älteren sich um die Jüngeren kümmern und ihnen wenn nötig beim Anziehen helfen. Gemeinsam frühstücken sie, bevor um acht der Unterricht in der Krishnaveni Talent School beginnt.

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Für die Schüler bis zur fünften Klasse dauert er, unterbrochen von einer Mittagspause, bis 16:00 Uhr am Nachmittag, für alle darüber liegenden Klassen bis 18:00 Uhr, danach heisst es Aufgaben machen. Am Abend kommt neben Sprachtherapie noch Englisch dazu. Abendessen ist von 20:00 - 21:00 Uhr und um 22:00 Uhr ist Bettzeit.

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Die Kinder leben hier nach einem Rhythmus, der ihnen im Gegensatz zu der sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheit, die sie bisher erfahren haben, Konstanz und Ruhe vermittelt. Sie können sich darauf verlassen, dass es auch morgen genug zu Essen für alle geben wird. Dass sie jeden Tag in die Schule gehen können. Und auch darauf, dass sie zu bestimmten Zeiten wieder bei ihren Eltern sind. Und wenn man sie fragt, was sie einmal werden wollen, dann haben sie erstaunliche Pläne. Sie wollen Lehrer werden und Polizisten und Ingenieure, die meisten von ihnen wollen Ärzte werden. Sie interessieren sich für Naturwissenschaften und spielen gern Fussball. Die Mädchen träumen von Tanzstunden. Sie sind, und das ist für uns das Schönste, was sich über sie sagen lässt, ganz normale Kinder.

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