Cleft-Zentrum Niamey

Die Arbeit, bevor die Arbeit beginnen kann

Es sind die ärmsten Länder der Welt, die am meisten der Hilfe ausländischer Organisationen bedürfen. Es sind Regionen, in denen es oft nicht einmal Wasser, kaum Vegetation und wenig Nahrung gibt, in denen die schlimmste Armut und Hunger allgegenwärtig sind und in den meisten Fällen noch durch instabile politische Verhältnisse und korrupte Machthaber verschärft werden. Auf den Niger trifft all dies zu. Wer dort beginnen will zu helfen, kann sich nicht auf seinen Idealismus verlassen. Nichts ist da. Alles, was man braucht, muss erst geschaffen, importiert, improvisiert werden. Dabei ist nicht nur die Landessprache Voraussetzung für jede Organisation eines Hilfsprojekts, auch Kenntnis der örtlichen Verwaltung, der Genehmigungsverfahren, der geographischen Gegebenheiten und sozialen Bräuche vor Ort sind unabdingbar. Zusammenarbeit ist wichtig: Einerseits mit inländischen Institutionen, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort auskennen und beispielsweise Kontakte zu Behörden vermitteln können; andererseits mit den Hilfsorganisationen, die bereits Raum für ihre Unternehmungen erschlossen haben, den man für beide Seiten sinnvoll erweitern oder gemeinsam nutzen kann. Es kommt auf jede Ressource an, auf Erfahrung, Bildung, auf Hilfsgüter, auf finanzielle Mittel, auf eine halbwegs nutzbare Infrastruktur. Deshalb liegt uns unser Cleft-Zentrum am Rand von Niamey besonders am Herzen. Wenn momentan dort jeden Monat zwanzig Cleft-Kinder operiert werden können, haben wir noch längst nicht erreicht, was angesichts der Situation vor Ort notwendig wäre. Aber wir haben begonnen.

Unser Ziel

Die Cleft-Kinder-Hilfe Schweiz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern im Niger und in Indien, die mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt gekommen sind, ein gutes und
sozial integriertes Leben zu ermöglichen. Dabei geht es um die Behandlung der Krankheit, um die Erforschung ihrer Ursachen und die Weiterentwicklung von Therapien.
Es geht um Bildung, Aufklärung und gesellschaftliche Akzeptanz. Und es geht darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Damit Cleft behandelt wird, nicht verschwiegen.